Presseinformation der Frankfurter Netzwerkstatt
Netzwerkstatt unterstützt Weckruf der Frankfurter Wirtschaft
Die schwierige Haushaltslage der Stadt und die geringen Steuereinnahmen erfordern entschlossenes Handeln der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik. Der "Weckruf der Frankfurter Wirtschaft" von vier Unternehmensnetzwerken, die etwa 120 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungspersönlichkeiten vertreten, hat auf die entscheidenden Punkte verwiesen.
Ohne Strategie befindet sich Frankfurt (Oder) im Blindflug. Die Netzwerkstatt ist bereit, an der Erarbeitung eines Wirtschaftskonzeptes aktiv mitzuwirken. Die Mitglieder der Netzwerkstatt werden ihre Expertise und ihre vielfältigen überregionalen Kontakte einbringen.
Das Konzept muss Wachstumsmöglichkeiten aufzeigen und konkrete Maßnahmen für die Umsetzung enthalten. Die Verwaltung muss dafür umgehend Personalkazitäten vorhalten. Projekte zur Verbesserung der Standortbedingungen sollten aus dem Sondervermögen des Bundes kofinanziert werden.
Die Frankfurter Unternehmen brauchen die Stadtverwaltung als Dienstleister, um schneller zu wachsen. Bürokratieabbau und straffe Genehmigungsverfahren müssen Priorität haben.
Die Unternehmen können andererseits nichthoheitliche Aufgaben der Stadtverwaltung übernehmen. Ein Wandel der Stadtverwaltung zu einem modernen Stadtmanagement ist erforderlich.
Ein öffentlich und privat gespeister Fonds sollte zur Unterstützung wirtschaftsrelevanter Projekte in Frankfurt (Oder) eingerichtet werden. Die Netzwerkstatt ist bereit, an der Ausgestaltung mitzuwirken.
Die Netzwerkstatt sieht außerdem die Mobilität als entscheidenden Standortfaktor. Der bis in die 2030er Jahre angekündigte Schienenersatzverkehr verschlechtert die Erreichbarkeit Frankfurts (Oder) erheblich und gefährdet die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Deshalb greift die Netzwerkstatt den im Oberbürgermeisterwahlkampf vorgeschlagenen Bahngipfel mit den Kommunen entlang der Strecke zwischen Neuzelle und Erkner auf. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der ODEG und dem Land Brandenburg sollen tragfähige Lösungen entwickelt werden, um die Erreichbarkeit der Region während der langjährigen Bauarbeiten sicherzustellen.
Der Weckruf macht Mut, vereint für die Zukunft der Stadt einzustehen und zu handeln.
Frankfurt (Oder), den 16. Juli 2026
