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Erinnerungstafel Zvi Aharoni

Hermann Arndt, später bekannt als Zvi Aharoni, auch Ṣevî Aharoni; hebräisch צבי אהרוני; wurde am 6. Februar 1921 in Frankfurt (Oder) geboren. In der Ferdinandstraße 15 wohnte er von 1925 bis 1935. Als Jude musste er vor den Nationalsozialisten fliehen und emigrierte 1938 nach Palästina. Zvi Aharoni spielte eine zentrale Rolle 1960 bei der Fahndung nach Adolf Eichmann in Argentinien. Die Entführung Eichmanns aus Buenos Aires wurde zu einem der bekanntesten Fälle der Nachkriegsgeschichte. Der Prozess gegen Eichmann fand 1961 in Jerusalem statt.

Hermann „Zvi“ Aronheim als junger Mann.

Zvi Aharoni während seiner militärischen Jahre 1944 in England.

Die Lebensgeschichte Zvi Aharonis verbindet die Geschichte Frankfurts (Oder) mit den großen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Sie steht für Vertreibung, Exil und Neuanfang, aber auch für die Suche nach Gerechtigkeit und die Verantwortung, historische Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mit der Erinnerung an Zvi Aharoni würdigt Frankfurt (Oder) einen Sohn der Stadt, dessen Lebensweg weit über die Region hinaus Bedeutung erlangte. Seine Biografie erinnert zugleich an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Frankfurts, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden. Die Erinnerungstafel soll dazu beitragen, dieses Kapitel der Stadtgeschichte sichtbar zu halten und das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiheit, Menschenwürde und historischer Verantwortung zu stärken.